Jules Kolumne

Hi Leute,
ich muss jetzt hier mal loswerden, wie stressig meine „alten Tage“ doch manchmal sind. Sicher habt Ihr mitbekommen, dass der Papa seit einiger Zeit stationäre Ausbildung für Hunde anbietet. Das heißt- ganz einfach ausgedrückt-der Hund kriegt hier bei uns zuhause Manieren beigebracht. Vor ein paar Wochen war es dann soweit. Papa verkündete mir: „Pummelchen, heute kommt der Bruno zu uns und wird erstmal für 2 Wochen bleiben.“
Meine Reaktion:

Und anfangs war es auch genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte…
Bruno’s erste Aktion, als er zu uns nach Hause kam war, auf die Couch zu springen und es sich- mit provokantem Blick in meine Richtung- auf meinem Platz gemütlich zu machen. Das ging natürlich gar nicht!!!
Er merkte auch recht schnell, dass er weder bei Papa noch bei mir mit der Labbi-Masche durchkam. Wir waren beide sehr konsequent, überhörten sein Piepsen, ignorierten seine Tierheim-Blicke und gaben ihm klar und deutlich zu verstehen, dass er mit uns nicht „den Molly“ machen konnte.
Er zeigte uns daraufhin auch klar und deutlich, was er davon hielt….
…und pinkelte mitten ins Wohnzimmer!
Das gab ne Kopfnuss!!! Nach ein paar anstrengenden Tagen mit Papa und mir auf Tour und einigen durchpiepsten Nächten gab Bruno jeglichen Widerstand auf und begann, sich an die Regeln zu halten. Schnell merkte er, dass das Leben für ihn so wesentlich angenehmer wurde. Er mutierte regelrecht zum Gentleman,
ließ mir ständig den Vortritt,

hielt vornehm Abstand bei „geschäftlichen Dingen“,

befolgte auch draußen jedes Kommando


und half mir beim Buddeln.


Schließlich wurden wir richtige Kumpels.

Das hört sich jetzt alles ganz einfach an, aber dahinter steckte einiges an Arbeit. Der Papa hatte den Bruno jeden Tag dabei, hat ihn zu jedem Kunden mitgenommen, zu den Gruppentrainings und auch zuhause noch mit ihm trainiert. Tag für Tag lernte Bruno etwas dazu und Schritt für Schritt besserte sich sein Verhalten. Klar, er versuchte hier und da, wieder seinen Kopf durchzusetzen,z. B. als er eines nachts ca. 1kg Fleisch, das zum Auftauen in der Spüle lag, geklaut und natürlich auch gefressen hat. Aber er kapierte recht schnell, dass es zwecklos war, zu „diskutieren“. Er bekam eindeutige Signale, es gab einen grünen(erlaubten) und einen roten (verbotenen) Bereich, klare Grenzen und Regeln. Manchmal hat Bruno bestimmte Regeln einfach „vergessen“ und musste dran „erinnert“ werden- das war zwar hin und wieder nervig, jedoch wirkungsvoll.
Und plötzlich waren 2 Wochen vorbei…
Jetzt ist es wieder ziemlich still geworden..so ganz ohne Labbi-Brummen und Gepiepse. Aber einen großen Vorteil hat die Sache doch:
Die Couch gehört jetzt wieder allein mir!!!

Liebe Grüße
Eure Jule / Pummelchen
P.S. Da ich sogar mit Labbies zurechtkomme, dürfte jetzt jedem klar sein, dass ICH kein Problem habe von wegen Individualabstand und so…
Hallo Jule!
. Er ist halt doch ein Labbi….
.
Prima, dass Ihr unserem Bruno so tolle Manieren beigebracht habt!! Wir haben recht konsequent weiter gemacht und denken, es hat was gebracht. Wir können das zwar nicht ganz so gut wie Ihr, aber wir üben daran und lernen auch immer etwas dazu. Auf jeden Fall hat Bruno und uns die Zeit bei Euch etwas gebracht!
Aber Fleisch in Brunos erreichbaren Höhen stehen zu lassen, diese Herausforderung konnte er nicht bestehen
Herzliche Grüße
Die Tillmanns mit Bruno
Kommentar by Familie Tillmann — 20. Juli 2010 @ 12:16